7. Nordic Alpine "Mountain Spirit Tour 2016vom 30.09. bis 03.10.2016.

Die Planungen für die Mountain Spirit Tour 2016 hatten sehr frühzeitig begonnen, nach der genialen Mountain Spirit Tour 2015 in Ettal musste es wieder ein unvergessliches Wochenende werden. Kurz bevor wir dann am Wochenende loslegen wollten kam der erste Schrecken, unsere Pension hatte die Buchung vergessen einzutragen und es bestand keine Möglichkeit auf irgendeine Art und Weise für 14 Personen Zimmer zu bekommen. Nun ja, was soll man machen dachte ich mir und machte mich auf die Suche im Internet nach einem adäquaten Gasthof oder Hotel. Nach kurzer Zeit hatte ich diesen auch gefunden, den Traditionsgasthof Post in dem bereits im 19. Jahrhundert die Königin Marie von Bayern genächtigt hatte. Alles gut und wir konnten einem ereignisreichen Wanderwochenende entspannt entgegen sehen. Gegen 15:00 Uhr sind wir vor Ort angekommen und nach dem Bezug der Zimmer auch gleich auf die Gibler Alm gelaufen, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen. Ab 18:00 Uhr hatten wir uns dann mit dem Rest der Gruppe im Hotel getroffen, um uns gemütlich auf das Abendessen vorzubereiten. Ein genialer Tisch am schönen alten Kachelofen brachte die gemütliche Hüttenstimmung herüber. Das deftige und reichhaltige Essen schmeckte vorzüglich und wir konnten uns für die bevorstehende Bergtour am Samstag stärken. Frank hatte eine landschaftlich geniale und dennoch herausfordernde Bergtour mit Höhenweg und mehreren Gipfel ausgewählt. Allen Teilnehmern versuchte ich die Wildheit des Gebiets zu verdeutlichen, die fehlende Infrastruktur in Form von Hütten und das autonome Wandern in den Bergen. All dies wird an der Einstiegstour auf uns zukommen - jedoch keine Angst vorweg - die traumhaften Wetterprognosen sollten uns einen herrlichen Sonnentag bescheren mit unvergesslichen Ausblicken. Nach einem gemütlichen Beisammensein sind wir alle mit der Vorfreude auf den bevorstehenden Bergtag frühzeitig zum Schlafen gegangen.
 

Giblalm Gruppe

Pünktlich um 08:00 Uhr hatte sich die Gruppe zum reichhaltigen Frühstück am Kachelofen getroffen, das Wetter deutete auf einen traumhaften Tag hin. Wohl gestärkt von den Spiegeleiern mit Speck konnte der anspruchsvollen Bergtour nichts mehr im Weg stehen. Die ersten 300 Höhenmeter hatten wir mit dem PkW zurückgelegt, um über die Länge der Tour die Talhöhenmeter zu sparen. Schließlich wollten wir ja Bergsteigen und nicht im Wald spazieren gehen, hatte Frank den Teilnehmer am Parkplatz erklärt. Gutes Einteilen der Kondition neben dem gemeinsamen Aufsteigen sollte dabei der Schlüssel zum Erfolg sein. Von Anfang an ging es auf dem steilen Trail über saftig grüne Almweiden den Berg hinauf, die Alpenblumen blühten teilweise noch und die Aussicht wurde mit jedem Schritt reizvoller. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir auch bereits die Baumgrenze erreicht und es öffneten sich die Blicke auf die hohen Berge des Arlbergs. Nunmehr 300 Höhenmeter und wir werden den Alpenrosensteig erreichen - ein Genussteig in Richtung Süden verlaufend mit der Sonne im Gesicht und der genialen Aussicht auf die umliegenden Berge. Die erste Steilstufe bis hinauf auf den Höhenweg hatte bereits mächtig an den Kräften gezehrt, es galt nun wieder die Energie auf dem welligen Alpenrosensteig zu sammeln und zu genießen. Schnell waren die Strapazen des Aufstiegs vergessen und Frank motivierte die Gruppe mit der bevorstehenden Brotzeit um 12:00 Uhr an einer lauschigen kleinen Heuhütte am Lachenkopf. Der Weg führte uns durch einen kleinen Tobel mit kurzem Gegenanstieg hinauf zur Hütte, ein Vesperplatz mit genialem Logenausblick. Endlich gab es was gescheites zum Essen, die lang erwartete Stärkung bevor es dann auf den Gipfel ging. Die Freude war groß und ein jeder packte seine Köstlichkeiten aus - es fehlte an nichts - hinzu kam noch der spritzige Sekt Orange der den erforderlichen Energieschub auslöste.
 
Gruppe am Aufstieg Mittagsrast


Die Tour wurde ab sofort zur Genusstour und der Besteigung der Jöchelspitze stand nichts mehr im Weg. Mit den Blicken auf den Gipfel näherten wir uns Schritt für Schritt, die mit 45 Minuten angegebene Aufstiegszeit wurde durch einen zügigen Bergschritt mit 35 Minuten unterboten. Mit dem Erreichen des Gipfels eröffnete sich ein Ausblick der seinesgleichen sucht, vom Arlberg bis zum Bregenzer Wald und den Allgäuer Alpen war alles zu sehen, die atemberaubenden Tiefblicke in die Täler ergänzten vollends die unvergessliche Aussicht. Nachdem wir die geniale Aussicht genossen hatten kam ein zweiter Schock, schließlich erklärte Frank wohin uns der Weg führen wird. Immer am Grat entlang in leichten Auf- und Ab in ca. 1,5 Stunden Gehzeit bis zur Hütte, die man jedoch nicht sieht. Eine Motivationsbremse - nein gewiss nicht - mit den Blicken hinüber auf die Hornbachkette wird dieser Wegabschnitt einzigartig sein und Euch niemals mehr aus dem Kopf gehen, versprach Frank der Gruppe. Ein Teil der Gruppe hatte noch die Rothornspitze überschritten und ist danach über den aussichtsreichen Weg entlang des Grats wieder zur Gruppe aufgeschlossen. Die wohl verdiente Rast auf der B-Eck Hütte brachte die verlorene Energie wieder zurück in die müden Beine. Auf der Terrasse in der Sonne schmeckte das kühle Bier bestens und wir konnten noch einmal in aller Ruhe die zurückgelegte Tour Revue passieren lassen. Während wir gemeinsam die Aussicht und die Ruhe genossen hatten entschlossen wir uns für den Abstieg über den geschotterten Hüttenweg, dieser war einfacher und schneller zu begehen wie der Trailabstieg. Zu dieser Zeit waren wir bereits 6 Stunden auf dem Berg unterwegs, mit der untergehenden Sonne ging es nun vollends ins Tal hinab zu unseren PKW´s.

Die kurze Fahrt zu unserem Hotel war lange genug, denn wir alle hatten nach der insgesamt 8 stündigen Bergtour einen ausgiebigen Durst. Nach Ankunft im Hotel freuten wir uns alle in gemütlicher Runde am Tisch an der Bar über die vollbrachte Leistung sowie die unvergesslichen Bergerlebnisse. Nach der erfrischenden Dusche konnte einem lustigen Abend an unserer Tafel am Kachelofen nichts mehr im Weg stehen. Für die Tourenplanung des Sonntags und den damit verbundenen regnerischen Aussichten, hatten wir erst einmal keine Bergtour fixiert, somit konnten wir länger den tollen Tag in gemütlicher Runde genießen.
 

Tourende Rothornspitze


Als wir am Sonntagmorgen aufgestanden sind und aus unserem Zimmer geschaut hatten, regnete es heftig und die Nebel zogen durch das Tal. Wieder einmal hatte der Wetterbericht recht behalten, dies sollte die Gruppe jedoch nicht demotivieren schließlich hatten wir ja eine Alternative für einen Regentag. Außerdem ist Optimist Frank sowieso für alles zu haben, es gibt ja kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung also schauten wir mal was der Tag nach einem köstlichen Frühstück so bringen werde. Nach kurzer Rücksprache mit der Gruppe hatten wir uns für einen Hüttenbesuch auf der Sulzlalm entschieden. Ich persönlich kenne die Hütte sowieso nur bei Regen, von daher motivierte ich die Gruppe mit den Streckenabschnitten durch die dunklen regenfreien Tunnel, die zu dem Nebel die entsprechende Gruselstimmung verbreiteten. Kaum sind wir im Tal losgelaufen hörte es bereits zu regnen auf, eine frische feuchte Herbstluft zog durch das Sulztal wie in einem Gruseltheater. Das schöne an dem Aufstieg war das Ziel der heutigen Tour, kein Gipfel nein - sondern eine Hütte - zum guten Glück hatten wir gerade nach Erreichen der Hütte auch gleich einen freien Tisch bekommen. Einem gemütlichen Hüttentag stand somit nichts mehr im Weg, Frederik und Andrea hatten uns herzlich empfangen und spürten dass wir eine geniale Gruppe sind. Nach dem wir uns mit Kaiserschmarrn, Rindswürste und Gulaschsuppe gestärkt hatten stieg die Stimmung in der Hütte. Es wurde von Stunde zu Stunde kuscheliger und es machte Freude schöne Berglieder zu singen und einfach Spaß zu haben. Nach der ausgiebigen Pause sind wir dann wieder gut gelaunt ins Tal abgestiegen und konnten so einen weiteren lustigen, unvergesslichen Tag in den Bergen genießen. Einem schönen Abend in unserer Bauernstube stand nichts mehr im Weg.
 

Nebelschwaden Berghütte


Gut erholt von den beiden Bergtouren hatten wir uns am nächsten Tag zum Frühstücken getroffen, über den genialen Hüttentag auf der Sulzlalm unterhalten bevor wir uns auch auf den Weg in Richtung Heimat machten. Trotzdem, dass das Wetter zweigeteilt war wird die Mountain Spirit Tour 2016 bei allen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben, zu eindrucksvoll sind die Erlebnisse am Berg gewesen ohne dabei den Spaß zu vergessen.
 

Gruppe






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die Gruppe in der Bauernstube.
 

Wir möchten uns hiermit bei Euch allen für Eure einzigartige Motivation und Kameradschaft bedanken.

"Nur wer auf die Berge steigt, kann die Höhe des Himmels ermessen."

Pfiat´s Euch, Heike und Frank