43. König Ludwig Lauf in Oberammergau 2015

Nach langer Zeit konnte durch den schneereichen Winter und den anhaltenden tiefen Temperaturen mal wieder die Strecke über das Schloß Linderhof gelaufen werden. Dies freute mich natürlich besonders, da auf dieser Strecke ein Berg mehr zu laufen ist wie bei der verkürzten Strecke. Letztendlich waren es 46 Kilometer die zurückgelegt werden müssen. Das Wetter spielte mit, es war ein traumhaft sonniger Wintertag bei     -6 °C am Startplatz in Ettal. Die Bedingungen waren bestens und ich konnte davon ausgehen dass mein Ski auch richtig gut läuft. Ganz besonders freute ich mich auf den Startplatz in der ersten Reihe, so konnte ich sehr schnell vorne weglaufen in Richtung Ettal und hoffte keinen Stau an der Engstelle Mühlwald zu haben. Die Vorbereitung passte gut und ich setzte mir eigens das Ziel die besten 100 zu erreichen, wohl wissend dass dies sehr eng werden konnte. Pünktlich um 10:15 Uhr ging es mit 15 Minuten Verspätung in das Rennen und hinauf in Richtung Kloster Ettal. Der Ski lief anfangs an den kalten, schattigen Stellen nicht besonders gut, dennoch war ich optimistisch da wich wusste dass auf dem zweiten Teilstück die Sonnen scheinen wird.

 

So kam es dann auch, an den sonnigen Passagen spürte ich wie mein Ski deutlich schneller lief als im Schatten, das freute mich denn ich wusste so dass ich auf den letzten 20 Kilometern einen schnellen Ski haben werde. Das Tempo zu Beginn bin ich bewusst etwas langsamer angegangen, da ich mir für den Linderhof Berg etwas Kraft aufsparen wollte. Diese Strategie war auch gut, immer mit ein paar Läufern gemeinsam habe ich mich in der Gruppe aufhalten können ohne selbst im Wind zu stehen. An der Verpflegung Graswang lichtete sich das Feld kurz und ich musste ein Loch von 30 Metern wieder zulaufen, um den Kontakt zur Gruppe wieder herstellen zu können. Von nun an lief alles perfekt, im Windschatten hatten wir einen guten Zug nach vorne und wir konnten unserer Position gut halten und sogar ausbauen. Über die kurze Wellen und durch ein paar Schleifen im Graswangtal ging es dann auch leicht ansteigend zur Verpflegung Linderhof. Das nötigste an Verpflegung mitnehmen und dann einfach weiter den Linderhof Berg hinauf, das war das Ziel. Es hat auch ganz gut funktioniert und ich konnte mich erneut einigen vor mir liegenden Läufern anschliessen. Ein Überholen war am Berg nicht möglich, so sparte ich mir die Kräfte und lief locker mit der Gruppe mit.

 

Auf der darauf folgenden Abfahrt hinunter ins Graswangtal war es wieder schattig und ich verlor 2 Plätze, dennoch mit der Zuversicht diese in der Sonne wieder gut zumachen. Kurzfristig war ich nun alleine auf mich gestellt und musst den vor mir liegenden Läufer unbedingt einholen um etwas Kraft zu sparen. An der Verpflegung Dickelschwaige habe ich dies auch geschafft und konnte mich endlich wieder an die Gruppe hängen. Das Tempo war jedoch etwas zu langsam für mich, da meine Ski inzwischen richtig gut gleiteten und ich auf jeden Fall von keinen anderen Läufern eingeholt werden wollte. Ich musste nun selbst die Führung übernehmen, um die Geschwindigkeit hoch halten zu können. Wohl wissend dass ich mich nicht auspowern durfte war das Ziel einen 200 Meter vor mir liegenden Läufer einzuholen. Die Verfolger waren an diesem Ziel nicht interessiert und so musste ich dies selbst umsetzen. An der letzten Verpflegung bei Kilometer 10 hatte ich dies auch geschafft und nun ging es im Eiltempo und zahlreiche Schleifen im Moos in Richtung Skistadion. Es waren lange 10 Kilometer, da das Tempo sehr hoch war und wir nur noch nach vorne arbeiteten.

Vor dem Start.

Start des Rennen.

Frank in der Verfolgung.

Mit genügend Reserven wusste ich, dass ich mir auf den letzten 2 Kilometern eine gute Ausgangsposition verschaffen musste, um im Stadion nicht zu sehr um die Plätze kämpfen zu müssen. Auf der Strecke am Bach entlang konnte ich mich vorab etwas von der Gruppe hinter mir absetzen und einen Vorsprung erarbeiten. Nun war nur noch ein Läufer vor mir, diesen konnte ich nur noch im Skistadion überholen. Auf der Außenspur habe ich gleich nach erreichen des Stadions den 200 m langen Schlußsprint angezogen - erfolgreich konnte ich bereits nach den ersten 80 Metern den Läufer hinter mir lassen und so doch noch den Einlauf ins Ziel in der Zeit von 02:36:37,0 Stunden im Skistadion in Oberammergau genießen. Mit dem 121. Platz und dem 25. Platz in der Altersklasse H46 war ich überaus glücklich.
 

Ein tolles Langlaufrennen ging so mit einem super Ergebnis für mich zu Ende. Dies zeigt, dass auch ohne viel Skitraining eine Platzierung bei den ersten 100 Läufern erzielt werden kann.

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Frank im Ziel.


 

Die offiziellen Ergebnisse beim Zieleinlauf des 43. König Ludwig Laufs über
 

46 km im freien Stil (Herren).

 
Ges. Rang  AK Rang  Klasse  SN  Familienname  Vorname  JG  Nat.  Verein  Laufzeit 
H 31  4446 Rocarek Jiri 1983 CZE Fischer Racing Team 01:56:20.1  
H 36  4453 Bonaldi Sergio 1978 ITA Scame Ski Trab Marathon 01:57:32.6      
1 H 21  4527 Lentsch Urban 1994  GER    02:01:24.5      
121  25 H 46 4028  Maier  Frank  1966  GER  Outdoorsports Aichwald  02:36:37.0